Zur Geschichte

Auch in Nußloch entstand gleich nach der Einführung der Reformation in der Pfalz eine erste lutherische Gemeinde, die um das Jahr 1700 wieder auflebte. Im Jahr 1783 wurde schließlich eine Kirche der lutherischen Gemeinde an der Gabelung der Loppengasse und Sinsheimer Straße unter großer Schuldenlast fertiggestellt.

Das Buechereigebaeude Heimatbuch

Als 1821 in Baden der Zusammenschluss der reformierten und der lutherischen Kirche zur „Vereinigten evangelisch-protestantischen Landeskirche“ erfolgte, wurde dieses Gotteshaus nicht mehr benötigt und die entbehrlich gewordenen Orgel verkauft.

Das Gebäude diente von nun an zur Aufbewahrung von Geräten und Werkzeugen und als Tabakwiegehalle.

1835 trug man sich sogar mit dem Gedanken, darin einen Gemeindebackofen zu errichten, was aber wegen der Kosten nicht realisiert werden konnte.

Das Buechereigebaeude 1960

Aus Aufzeichnungen aus dem Jahr 1850 kann man entnehmen, dass die Kirche ab 1848 zur Aufbewahrung von Holz u. ä. diente, und die Gemeinde das Großherzogliche Oberamt bat, hier dringend benötigte Wohnungen einzubauen.

1851 wurde die ehemalige lutherische Kirche jedoch als „Magazin“ von der politischen Gemeinde gekauft.

Lange Zeit war dort der Bauhof der Gemeinde untergebracht.

Das Buechereigebaeude 1972

Im Jahr 1970 wurde das Gebäude saniert bzw. renoviert und zur Gemeindebücherei umgebaut. Diese wurde von der Bevölkerung so gut angenommen, dass der Gemeinderat 1983 beschloss, die Bücherei zu erweitern.

Das Buechereigebaeude Anbau

Das Nachbarhaus der Familie Oscar Sickmüller wurde von der Gemeinde für die Erweiterung gekauft und abgetragen. Die Bau- und Sanierungsarbeiten konnten im Dezember 1986 abgeschlossen und die Gemeindebücherei wieder eröffnet werden.

Seither verfügt Nußloch über eine sehr schöne Bücherei mit hervorragenden Veranstaltungsmöglichkeiten sowohl im alten Kirchraum, wie im Dachgeschoss des Neubaus.

Die Nutzfläche wurde von ursprünglich 130 qm auf 310 qm erhöht.

Das Buechereigebaeude 1997

Fotos: Gemeindearchiv Nußloch