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Außergewöhnlich feuchte Witterung erschwert Waldpflege und Holzeinschlag

„Regen, Regen, Regen...“ so lässt sich das Wetter der letzten Monate zusammenfassen. Dass dieser Winter ungewöhnlich feucht ist, zeigt auch ein Blick auf die Statistik: in den letzten zwei Monaten gab es nur einmal drei Tage am Stück ohne Niederschlag, ansonsten hat es spätestens jeden zweiten Tag wieder geregnet. Auch die Regenmengen waren ungewöhnlich hoch: Mehrmals hat es mehr als 20 l/m² „gegossen“; Niederschlagsmengen, die eigentlich nur bei starken Sommergewittern üblich sind.

Die Waldböden konnten deshalb zu keinem Zeitpunkt abtrocknen, dies erschwert die Waldpflege sehr. So mussten in vielen Wäldern die Arbeiten unterbrochen werden: die Bäume wurden eingeschlagen, können aber wegen des feuchten Bodens noch nicht an den Waldweg transportiert („gerückt“) werden. Rückeschlepper und andere Maschinen dürfen die Waldbestände nur auf ausgewiesenen Trassen befahren, Fahrspuren entstehen nur auf den Gassen. Sind die Bedingungen jedoch, wie in den vergangenen Wochen zu schlecht und die Spuren drohen zu tief zu werden, werden die Arbeiten eingestellt. Dies ist der Grund, weshalb noch kein Brennholz verkauft werden konnte und die Holzwerber auf ihr bestelltes Holz warten müssen.

Demzufolge sieht der Nußlocher Wald mancherorts unaufgeräumt aus und auch die Wege, die beim Holzeinschlag in Mitleidenschaft gezogen wurden, können erst nach dem Rücken wieder instand gesetzt werden. Hinzu kommen vom Sturm geworfenen Bäume. Je nasser der Boden, desto weniger stabil stehen die Bäume, wie ganz aktuell auch die von den Stürmen „Burglind“ und „Friederike“ geworfenen Bäume zeigen. In den nächsten Wochen wartet noch viel Arbeit im Wald und das bedeutet bei diesem feuchten Wetter leider auch Schmutz auf den Wegen und Fahrspuren in den Rückegassen. Die Bedingungen werden sich auch im Lauf der Holzeinschlagssaison nicht mehr grundsätzlich bessern. Denn sind die Böden um diese Jahreszeit einmal richtig nass, dann trocken sie auch im Laufe des Winters nicht mehr richtig ab – es fehlt ja die wärmende Kraft der Sonne und die Verdunstung durch das Laub der Bäume.

Während früher auf Dauerfrostperioden gewartet werden konnte, ist dies heut nicht mehr möglich: Perioden mit Dauerfrost gab es in den letzten Jahren kaum noch.

Geleichzeitig benötigen die Wälder Pflege und viele Ofenbesitzer warten auf ihr Brennholz.

Philipp Schweigler, Forstbezirksleiter für den Kraichgau, bittet deshalb die Waldbesucher und Holzwerber um Verständnis: „Um Sturmschäden aufzuräumen, die angefangenen Arbeiten zu beenden und so den Wald zu pflegen, müssen wir, wenn auch mit Verzögerungen, in die Bestände – und das leider manchmal bei suboptimalen Bedingungen“.

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